Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl wendet sich an Staatsminister Bernd Sibler wegen Sensationsfunden in Pforzen

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Pressemitteilung vom 13. November 2019

Pohl: Wissenschaftsministerium soll Aktivitäten koordinieren

Der Allgäuer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) freut sich über den Sensationsfund von Menschenaffen in der Pforzener Hammerschmiede und wendet sich an einem Schreiben an Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). Er bittet den Minister, die nun bevorstehenden Initiativen zu bündeln und zu koordinieren. „Die Erkenntnis, dass es vor nahezu 12 Millionen Jahren bereits in der Region Kaufbeuren einen aufrecht gehenden Menschenaffen gab, ist eine Weltsensation. Diese Forschungsergebnisse sind nicht nur ein Quantensprung in der Wissenschaft, sie bieten auch unglaubliche Chancen für unsere Region und für ganz Bayern. Ich sehe es als Aufgabe und Verpflichtung für den Freistaat zugleich, nun die verschiedensten Initiativen im engen Austausch mit der Gemeinde Pforzen, den Nachbargemeinden Rieden und Irsee sowie den angrenzenden Städten Kaufbeuren und Bad Wörishofen, aber auch den Landkreisen Ostallgäu und Unterallgäu federführend zusammenzuschließen“, fordert der Abgeordnete. Pohl wünscht sich, dass die Funde einer breiten Öffentlichkeit aus der Region, aus Bayern und letztlich der ganzen Welt an Ort und Stelle zugänglich gemacht werden können, sei es in einer Ausstellung, in einem Museum oder in einer Kombination aus Museum und Forschungseinrichtung. „Natürlich können wir momentan noch nicht absehen, was am Ende sinnvoll ist. Darüber werden sich die Beteiligten vor Ort, die Wissenschaft und letztlich auch das Ministerium ihre Gedanken machen müssen. Mein Ziel ist es aber, dass möglichst viele Menschen von diesen Erkenntnissen profitieren, sie hautnah erleben können und auch die Erdgeschichte in diesem Zusammenhang am konkreten Beispiel erklärt bekommen. Auch die touristische Komponente darf nicht fehlen: Das Allgäu gehört zu den führenden Tourismus-Destinationen in Deutschland, aber auch die Stadt Bad Wörishofen als weltweit renommierter Kneippkurort und Kaufbeuren als eine der Metropolen des Allgäus sind hier mit in die Überlegungen einzubeziehen“, stellt Pohl fest. Er richtet den Blick auch auf die finanzielle Komponente. Pohl regt an, dass sich Sibler als Mitglied der Bayerischen Staatsregierung und er selbst als Mitglied des Haushaltsausschusses und haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion dafür starkmachen, die notwendigen Mittel aus dem Staatshaushalt bereitzustellen. „Wir stehen einerseits in der Verpflichtung, den Akteuren vor Ort – Gemeinde, Nachbargemeinden beziehungsweise Städte, Landkreise – finanzielle Unterstützung zu gewähren. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass wir in Abstimmung mit den Beteiligten etwas Eigenes, gegebenenfalls in der Trägerschaft des Freistaats machen. Über Details zu reden, wäre noch zu früh. Die Dimension ist aber gewaltig“, so Pohl weiter. Abschließend stellt der Landtagsabgeordnete augenzwinkernd im Hinblick auf bestehende Vorurteile aus dem Norden der Republik fest: „Die Schlagzeile ‚Der erste Ur-Mensch war ein Bayer‘ sollte vor allem die Menschen im Norden Deutschlands zum Nachdenken bringen, ob angesichts dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse gewisse vereinzelt geäußerte Vorurteile über die Rückständigkeit Bayerns und seiner Bewohner noch zu halten sind.“

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