Schlüsselzuweisungen Unterallgäu: FREIE WÄHLER-Fraktion sorgt für Stabilität bayerischer Kommunen in schwieriger Wirtschaftslage

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PRESSEMITTEILUNG vom 11.12.2025

Pohl: Wir sichern die Zukunft des Freistaats

Am 30. Oktober haben sich der Freistaat Bayern und die Kommunen auf einen Kommunalen Finanzausgleich geeinigt, der ein Volumen von 12,83 Milliarden Euro umfasst und eine Steigerung um 846 Millionen Euro beinhaltet. In dieser Vereinbarung ist auch die starke Handschrift der FREIEN WÄHLER als Regierungsfraktion erkennbar, für die Hubert Aiwanger als stellvertretender Ministerpräsident und Bernhard Pohl als stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses am Verhandlungstisch saßen.

Bernhard Pohl, Erster Stellvertretender Vorsitzender der FREIEN WÄHLER-Landtagsfraktion, erläutert: „Unsere Kommunen müssen immer größere Ausgaben schultern, vor allem im Sozialbereich. Mit einem kräftigen kommunalen Finanzausgleich stärken wir unseren Bezirken, Landkreisen, Städten und Gemeinden den Rücken und sichern die Zukunft im Freistaat.“ Denn bei einem Rückgang der kommunalen Investitionen aufgrund von Finanzknappheit würde auch Bayerns Wirtschaft deutlichen Schaden nehmen und das Risiko einer Abwärtsspirale zur Realität werden. „Umso erfreulicher ist es, dass die Verhandlungspartner eine im Rahmen der Möglichkeiten zufriedenstellende Lösung gefunden haben“, so Pohl. Man sei sich aber darüber einig, dass die finanziellen Herausforderungen der Zukunft nur dann gemeistert werden könnten, wenn die Wirtschaft in Bayern und Deutschland wieder Kraft schöpfen kann. Außerdem führe kein Weg am Bürokratieabbau und der Senkung von Standards vorbei.

Auf Bundesebene muss laut Pohl die Leistungsfähigkeit der Kommunen stärker berücksichtigt werden: „Die Kernaufgabe bleibt ungelöst: Hohe Standards und ein teurer Sozialstaat kosten Geld, das wir nicht mehr haben. Die Bundesregierung muss diesen Teufelskreis endlich durchbrechen. Das bedeutet auch, dass kostspielige Bürokratie auf den Prüfstand gestellt werden muss. Insbesondere sind die explodierenden Kosten durch das Bundesteilhabegesetz, die als Pflichtaufgaben bei den Bezirken ankommen, so nicht mehr leistbar. Hier brauchen wir deutliche Veränderungen.“ Ein Weiter-so würde absehbar die Erfüllung staatlicher Aufgaben mindestens teilweise gefährden, bilanziert Pohl.

Sofern der Bayerische Landtag als Haushaltsgesetzgeber seine Zustimmung erteilt, steigen die Schlüsselzuweisungen im kommenden Jahr auf 4,98 Milliarden Euro. Das bedeute ein Plus von 131 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, rechnet der Kaufbeurer Haushaltsexperte vor: „Insgesamt stellt der Freistaat Bayern im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs 12,83 Milliarden Euro an Mitteln zur Verfügung. Der Kommunalanteil am allgemeinen Steuerverbund steigt von 13 Prozent auf 13,3 Prozent. Zusätzlich profitieren die bayerischen Kommunen im Jahr 2026 von weiteren 3,9 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Bundesregierung.“

Im kommenden Jahr fließen rund 62,3 Millionen Euro an staatlichen Mitteln für Schlüsselzuweisungen in den Landkreis Unterallgäu, so Pohl weiter: „Davon erhalten der Landkreis Unterallgäu 26 360 908,- Euro, die kreisfreie Stadt Memmingen einen Betrag in Höhe von 11 575 932,- Euro und die kreisangehörigen Gemeinden werden mit 24 409 208,- Euro bedacht.“

Außerdem erhalten die Kommunen Bayerns aus dem Sondervermögen des Bundes für die Länder insgesamt 3,9 Milliarden Euro, das für die nächsten vier Jahre zweckgebunden zur Förderung von Investitionen bereitsteht, ein Teilbetrag von zwei Mrd. Euro davon pauschal. Voraussetzung ist aber, dass die betreffende Kommune innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren auch tatsächlich investiert. Die Stadt Memmingen kann dabei einen Betrag von 6,57 Millionen Euro beanspruchen.

Die Schlüsselzuweisungen und Investitionsbudgets verteilen sich auf die kreisangehörigen Gemeinden wie folgt:

 

Gemeinde Schlüsselzuweisung Investitionsbudget
Amberg 157 060 204 265
Apfeltrach 374 168 131 936
Babenhausen 667 806
Bad Wörishofen 2 050 232 1 994 701
Benningen 247 497
Böhen 187 728 104 842
Boos 991 068 320 415
Breitenbrunn 938 112 317 706
Buxheim 779 968 434 209
Dirlewang 842 768 304 983
Egg a.d.Günz 331 068 161 739
Eppishausen 356 904 262 929
Erkheim 367 653
Ettringen 767 268 471 787
Fellheim 319 200 154 553
Bad Grönenbach 578 750
Hawangen
Heimertingen 150 901
Holzgünz 32 760 161 503
Kirchhaslach 564 436 178 938
Kirchheim i.Schw. 779 492 360 938
Kronburg 563 640 240 311
Lachen 23 532 198 375
Lauben 502 100 189 540
Lautrach 568 936 170 927
Legau 328 072
Markt Rettenbach 1 337 544 544 470
Markt Wald 756 924 298 151
Memmingerberg 358 700
Mindelheim 1 961 584 1 829 546
Niederrieden 641 552 204 971
Kammlach 866 196 253 623
Oberrieden 511 548 166 804
Oberschönegg 67 854
Ottobeuren 1 885 328 1 149 606
Pfaffenhausen 313 229
Pleß 438 700 120 980
Salgen 171 045
Sontheim 1 060 060 371 069
Stetten 95 889
Trunkelsberg 902 836 235 599
Türkheim 872 895
Tussenhausen 359 996
Ungerhausen 91 296
Unteregg 508 796 188 951
Rammingen 289 968 212 511
Westerheim 613 124 305 572
Wiedergeltingen 448 520 200 495
Winterrieden 205 248 128 166
Wolfertschwenden
Woringen 850 840 251 384
Kettershausen 257 157
     
Gesamt 24 409 208 17 755 235
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