„Ein Leuchtturm für Kaufbeuren“

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Allgäuer Zeitung – Ausgabe Kaufbeuren vom 13.01.2018

 

Neujahrsempfang Das junge Unternehmen KAT bildet für die Bundeswehr aus und hat viel vor

Von Renate Meier

Kaufbeuren Zu seinem ersten Neujahrsempfang lud das seit gut einem Jahr in Kaufbeuren beheimatete Unternehmen KAT (siehe Firmenfokus) am Donnerstagabend ins Offiziersheim ein. Geschäftsführer Joachim Keck machte deutlich, dass die Tochterfirma der Deutschen Flugsicherung (DFS) noch einiges vor hat und sich auf Expansionskurs befinde. Zunächst müsse jedoch der Campus fertiggestellt werden. Die Einweihung ist für 2019 vorgesehen. Als „Vorzeigeunternehmen“ bezeichnet der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) die KAT. „Man spürt so richtig, Ihr wollt was bewegen“, sagte Pohl.

Keck blickte in seiner Ansprache zunächst auf das Jahr 2017 zurück. Am 1. Januar hatte die Firma offiziell die Ausbildung des Flugsicherungspersonals für die Bundeswehr übernommen. Die ersten Lehrgangsteilnehmer trafen am 8./9. Januar ein. „Wir wollten nicht schlechter sein als die Bundeswehr“, bekannte Keck. Deshalb seien er und seine Mitarbeiter umso erfreuter über das erste Zeugnis ihrer Schüler gewesen. Sie gaben dem Unternehmen am Ende ihrer Kurse Anfang April die Note 1,33.

Im Lauf des Jahres führte KAT über 60 Lehrgänge durch. Umgerechnet auf die Teilnehmer seien so 12 000 Lehrgangstage zusammen gekommen. Seit 3. Juli ist das Unternehmen vom Luftfahrtamt der Bundeswehr zertifiziert. Für die Schüler wurden mittlerweile 100 Tablet-Computer angeschafft, auf denen sie die Simulationsübungen auch in ihrer Freizeit vertiefen könnten. Die moderne Technologie soll auch im neuen Campus Einzug halten und weiter ausgebaut werden. Die Fertigstellung des 24 Millionen Euro-Bauprojekts ist für 2019 vorgesehen. Dort entstehen auch 80 Unterkunftszimmer für die Schüler, die mit 48-Zoll-Fernsehern ausgestattet werden, die dann ebenfalls für Simulationsübungen genutzt werden können. Die KAT möchte dann bis zu 16 000 Lehrgangstage ausfüllen.

Und schon heute macht sich das Unternehmen Gedanken über die weitere Zukunft. „Wir haben viele Ideen und planen, unsere Geschäfte ab 2020 auszudehnen“, sagte Keck. Im Gespräch mit der AZerklärte er, dass sich die DFS-Tochterfirma Eisenschmidt bereits darum beworben habe, Drohnenführer für den Katastrophenschutz in Bayern in Kaufbeuren auszubilden. Eine Entscheidung der Politik dazu stehe noch aus.

Pohl, der sich ebenfalls für Drohnenschulungen in Kaufbeuren einsetzt, blickte auf 2011 zurück, als die Idee für eine Privatisierung der Flugsicherungsausbildung geboren worden war. Nun sei die KAT „ein Leuchtturm für Kaufbeuren“. „Ich bin sicher, dass das Unternehmen eine Erfolgsgeschichte schreiben wird“, sagte der Abgeordnete.

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