Kaufbeurer Landtagsabgeordneter wirbt in Brief an Verteidigungsminister Pistorius für Zustationierungen

 In Aktuelles, Aktuelles - Aus der Region, Allgemein, Pressemitteilungen

PRESSEMITTEILUNG vom 06.10.2026

Pohl: Bundeswehrstandort Kaufbeuren muss weiter aufwachsen und zum Regiment aufgestuft werden!

Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl, verteidigungspolitischer Sprecher und Erster stellvertretender Vorsitzender der Landtagsfraktion FREIE WÄHLER, setzt sich in einem umfangreichen Schreiben an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dafür ein, dass der Bundeswehrstandort Kaufbeuren in erheblichem Maße Zustationierungen erhält und dadurch wieder Regimentsstatus bekommt. Kaufbeuren biete alle Voraussetzungen, um ein wichtiger Eckpfeiler der Landes- und Bündnisverteidigung zu werden. Dabei spannt Pohl auch einen Bogen in die Vergangenheit: „Vor genau 15 Jahren hat der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière das Aus für den Luftwaffen-Traditionsstandort Kaufbeuren verkündet. Ich habe das von Anfang an nicht hingenommen und deshalb einen erheblichen Teil meines politischen Engagements darauf verwendet, den Schließungsbeschluss zu revidieren. Gemeinsam mit anderen ist mir das auch gelungen“.

„Angesichts der neuen Herausforderungen bei der Landes- und Bündnisverteidigung ist nun die Zeitenwende auch am Bundeswehrstandort Kaufbeuren angekommen. Er bietet alle Voraussetzungen dafür, neue Fähigkeiten aufzubauen und Fähigkeitslücken rasch zu beheben. Kaufbeuren hat es daher verdient, erheblich aufzuwachsen. Dies sollte auch dazu führen, dass der Standort den Status als Regiment wiedererlangt, nachdem er zwischenzeitlich auf die Ebene eines Bataillons heruntergestuft wurde“, fordert Bernhard Pohl.

Er verweist auf die traditionell enge Bindung von Bundeswehr und Stadt, die hervorragende Aufstellung der dort stationierten Soldaten und Zivilbeschäftigten, aber auch auf die Anstrengungen, die der Freistaat Bayern für die Standorte der Bundeswehr im Allgemeinen und insbesondere für Kaufbeuren ergreift. Immerhin ist Kaufbeuren im Koalitionsvertrag von FREIEN WÄHLERN und CSU als einer von zwei Standorten genannt worden, die besonders aufwachsen sollen.

Auch das Gesetz zur Förderung der Bundeswehr, das der Bayerische Landtag im Juli 2024 verabschiedet hat, trägt zur Stärkung des Standorts Kaufbeuren bei. Dort ist unter anderem festgehalten, dass militärische Belange Vorrang haben vor dem Denkmalschutz. Deshalb haben wir in Kaufbeuren auf einer Fläche von 237 Hektar alle Möglichkeiten, zusätzliche Stationierungen vorzunehmen und den Standort mit zusätzlichen Aufgaben zu betrauen.

 

 

Konkret schlägt Pohl folgende Zustationierungen vor:

  1. Flugabwehrraketen-Geschwader (FlaRak-Geschwader)
  2. Ausbau des Technischen Ausbildungszentrums Süd zum Ausbildungszentrum Technik, Drohnenabwehr und Weltraum
  3. Satellitenkontrollzentrum
  4. Sanitätsregiment
  5. Dienstleistungszentrum

 

Der Standort wächst damit in einem Maße auf, wie dies jahrzehntelang nicht der Fall war. Das Gesamtpaket soll dazu führen, dass Kaufbeuren nicht nur wie jetzt qualitativ, sondern künftig auch quantitativ zu den Premiumstandorten der Luftwaffe in Deutschland wird: „Ich erhoffe mir ein starkes Paket für die Stadt und die Region. Die Stationierung von Arrow war und ist ein Türöffner. Die Paketlösung wird aber nicht nur den Sensor, sondern weitere Zustationierungen umfassen. Das Satellitenzentrum, der Ausbau des Technischen Ausbildungszentrums zum Ausbildungszentrum für Technik, Drohnenabwehr und Weltraum, die bereits beschlossene Luftwaffensicherungsstaffel und auch ein Bataillon des neuen FlaRak-Geschwaders sind in Zusammenhang und Ergänzung mit Arrow absolut sinnvoll. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass wir hier zum Zug kommen“, erläutert Bernhard Pohl.

Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete sendet auch ein Wort des Dankes an die Bayerische Staatsregierung, insbesondere an den Ministerpräsidenten und seinen Stellvertreter: „Markus Söder und Hubert Aiwanger haben sich in den vergangenen Jahren in besonderem Maße für unseren Standort eingesetzt. Dies gilt auch für den Leiter der Staatskanzlei, Dr. Florian Herrmann. Ich freue mich sehr, dass das Kabinett mit seinem Beschluss, für Kaufbeuren den Ausbau des Technischen Ausbildungszentrums zu einer Weltraumschule und die Stationierung eines Satellitenzentrums anzustreben, zusätzlich Rückenwind verschafft. Damit wird im Übrigen auch der Koalitionsvertrag von FREIEN WÄHLERN und CSU aus 2023 umgesetzt, wonach der Standort Kaufbeuren besonders gefördert und ausgebaut werden soll“, freut sich der Abgeordnete.

Der Standort Kaufbeuren kann multifunktional nach Ansicht von Bernhard Pohl aber auch weitere Fähigkeiten bedienen. Neben der bereits jetzt stattfindenden Drohnenausbildung denkt er dabei insbesondere auch an eine deutliche Verstärkung des Sanitätsbereichs: „Der damalige Generalinspekteur Eberhard Zorn hat 2019 für Kaufbeuren ein Sanitätsregiment mit 1100 Dienstposten angekündigt. Dies sollte Teil einer neu aufzustellenden Sanitätsdivision sein. Das ist zwischenzeitlich ins Stocken geraten, steht aber perspektivisch weiterhin auf der Agenda. Im Hinblick auf den zu erwartenden Aufwuchs könnte zunächst eine Aufstockung zu Bataillonsstärke stehen, was einen späteren Aufgabenzuwachs vorbereitet. Dies wäre gerade im Hinblick auf die in Kaufbeuren ohnehin vorhandene Konzentration an medizinischer Kompetenz sinnvoll und wünschenswert“, argumentiert Pohl.

Der Landtagsabgeordnete richtet seinen Blick abschließend auch auf die Impulse für die Stadt und die Region, die von den erwarteten Zustationierungen ausgehen: „Die Bundeswehr baut in Kaufbeuren ihren Hightech-Standort aus. Ich erwarte dadurch auch deutliche Impulse für die Industrie. Wir haben damit echte Chancen, Unternehmen der Luft- und Raumfahrt sowie der wehrtechnischen Industrie nach Kaufbeuren zu bekommen. Die Zeitenwende erfordert neue Waffensysteme, um unser Land vor feindlichen Übergriffen zu schützen. Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist in Bayern hervorragend aufgestellt. Wenn wir militärische Zukunftstechnologien an den Standort holen, werden wir in diesem Bereich für Unternehmensansiedlungen zusätzlich interessant. Das wäre im Hinblick auf unser bislang schwaches Gewerbesteueraufkommen ein entscheidend wichtiger Schritt in eine auch finanziell starke Zukunft“, resümiert Bernhard Pohl.

Kontaktieren Sie mich!

Vielen Dank für Ihren Besuch auf meiner Homepage. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche haben, so können Sie hier per E-Mail schnell Kontakt mit mir aufnehmen

Nicht lesbar? Text ändern. captcha txt

Start typing and press Enter to search