Gastronomen jetzt unbürokratisch helfen!

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Pressemitteilung vom 13. Mai 2020

Stufenweise Öffnung der Gastronomie

Die Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER hat von Mitte März bis Anfang April in einer sechs-köpfigen Arbeitsgruppe ein Strategiepapier zum geordneten Ausstieg aus dem Corona-Lockdown erarbeitet. Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl, Mitglied dieser Arbeitsgruppe freut sich, dass das Mitte April der Öffentlichkeit vorgestellte Papier nun wesentliche Grundlage der Exit-Strategie der Bayerischen Staatsregierung geworden ist: „Das nenne ich eine gute Arbeitsteilung zwischen Regierung und Parlament!
Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete nennt beispielhaft die Veränderungen, die in den nächsten Tagen und Wochen nun auf die Gastronomie zukommen. „Gerade die Wirte hat es besonders hart getroffen. Sie sind aber umgekehrt unverzichtbar für die Stadtgesellschaft, aber auch für die sozialen Kontakte in den Dörfern. Deshalb müssen wir schon aus diesem Grund alles dafür tun, um der Gastronomie eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. Wegen der besonderen Ansteckungsrisiken müssen wir jedoch im besonderen Maße vorsichtig sein. Beide Seiten werden durch unser Konzept ausreichend berücksichtigt“, erläutert der Ab-geordnete.
„Am 18. Mai 2020 eröffnen wir den Außenbereich bis 20.00 Uhr, am 25.Mai 2020 Speiselokale im Innenbereich, am 30. Mai 2020 folgen dann Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze. Es wird eine gewaltige Herausforderung, denn wir müssen den zu er-wartenden Ansturm an Gästen Corona verträglich bewältigen. Natürlich müssen Mindest-abstände eingehalten werden, zumindest bei Personen, die nicht dem gleichen Hausstand angehören. Dafür brauchen wir praxistaugliche Regelungen“, fordert der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete. Er hat sich nun mit den Bürgermeistern der Städte Buchloe, Marktoberdorf und Füssen in Verbindung gesetzt, damit auch hier die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden: „In normalen Zeiten können sich unsere Wirte über eine gute Belegung der Außengastronomie freuen. Das wird jetzt nach den Ausgangsbeschränkungen eher noch zunehmen. Umgekehrt können wir aber die Abstandsregeln, Hygienevorschriften und sonstigen Schutzmaßnahmen nicht aufheben, denn sonst wären die Bemühungen der letzten Wochen umsonst gewesen. Ich sehe eine Chance darin, dass wir im Zusammenspiel mit den Gastronomen und den angrenzenden Eigentümern und Nutzern unbürokratische Wege finden müssen, um die Zahl der Gäste auf einer größeren Fläche und damit mit dem nötigen Abstand unterzubringen. Dann brauchen die Gaststätten und Cafés aber auch mehr Platz und größere Flächen für Ihre gastronomische Nutzung. Wegen einer Handvoll Gäste rentiert es sich nicht, ein Lokal aufzumachen“, erläutert Pohl. Er weist darauf hin, dass sich die Dinge auch einspielen müssen und setzt auf die Vernunft- und Kompromissbereitschaft aller Beteiligter. „Wenn es nicht funktioniert, laufen wir Gefahr, dass die Dinge wieder zurückgedreht werden“, warnt er vorsorglich.
Wir haben wichtige Zeichen gesetzt, insbesondere da, wo Hygienekonzepte einfach umsetzbar sind. Nun sind alle Beteiligten bemüht, die noch fehlenden Lockerungen voranzutreiben. „Wir haben in den vergangenen Wochen konzentriert darum gekämpft, dass die Beschränkungen im kontaktlosen Breitensport eine Lockerung erfahren. So sind seit Montag Sportarten wie Tennis oder Golf wieder gestattet, aber jetzt müssen auch dringend Konzepte für z.B. Fitness- und Tanzstudios, Kneipen, Kulturstätten, Kinos, Theater und vielen weiteren mehr erarbeitet und umgesetzt werden, denn auch hier geht es um soziale Kontakte, körperliches Wohlbefinden und geistige Entwicklung“, erklärt Pohl.
Entscheidend für die weitere Lockerung ist die Einhaltung der vorgegebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, verbunden mit Vernunft, Weitblick und Konsequenz. Je konsequenter wir die noch bestehenden Vorgaben befolgen, desto schneller werden wir nach und nach zur Normalität zurückkehren können. Gradmesser sind und bleiben die Infektionszahlen und die Bemühungen um Medikamente und Impfstoffe. Auf erstere haben wir alle Einfluss. Dies gilt umso mehr, als der Bund nun zu Recht eine sehr regionale Betrachtungsweise vornimmt.

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