Realistische Chancen für Bahnhalt in Aitrang

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Pressemitteilung vom 09.07.2020

Ostallgäuer Landtagsabgeordneter im Gespräch mit Staatssekretär Holetschek

Der Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (FREIE WÄHLER) hat in einem Gespräch mit Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) noch einmal eindringlich für einen Bahnhalt in Aitrang geworben. Pohl, der dieses Projekt bereits seit 2009 verfolgt, möchte die Sache nun endlich zum Erfolg führen. „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern und die Stärkung des ländlichen Raums ist das Kernanliegen der FREIEN WÄHLER, seit wir im Bayerischen Landtag sind. Dabei kommt der guten Verkehrsinfrastruktur eine Schlüsselrolle zu. Aitrang verfügt nicht über eine überregionale Straßenverkehrsanbindung und ist auch nicht durch einen kurz getakteten Busverkehr an Kaufbeuren, Marktoberdorf oder Kempten angeschlossen. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass de Bahnhalt nun endlich realisiert wird“, fordert der Abgeordnete.

Es gibt nun aktuell die Chance, in Aitrang einen Haltepunkt zu realisieren. Derzeit laufen gerade die Untersuchungen, ob die Maßnahme wirtschaftlich umgesetzt werden kann. „Das damalige Verkehrsministerium unter Leitung von Martin Zeil hat bereits 2011 eine Untersuchung durchgeführt, ist aber damals zu dem Ergebnis gekommen, dass die Fahrgastzahlen nicht ausreichen. Die im Januar unterzeichnete dritte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund und der Bahn sieht aber ausdrücklich für kleine Bahnhalte zusätzliche Mittel vor. Das gibt mir Hoffnung“, verweist Pohl auf die geänderten Rahmenbedingungen.

Ihm sei bewusst, dass Aitrang in Konkurrenz zu anderen möglichen Standorten, etwa im Oberallgäu stehe. „Am liebsten ist es mir natürlich, wenn jeder den Zuschlag bekommt. Die Situation in Aitrang ist aber doch sowohl historisch als auch von den örtlichen Bedingungen her spezieller. Immerhin hat die Gemeinde jahrzehntelang mit einem Bahnhof gelebt. Ja, der Bahnhof hat die Gemeinde ein Stück weit auch geprägt. Aitrang ist auch ein attraktiver Ort zum Wohnen, was auch durch den stetigen Zuzug untermauert wird. In den kommenden Jahren ist damit zu rechnen, dass diese Entwicklung anhält, da der Großraum München nach wie vor aus allen Nähten platzt und ein Teil davon im Allgäu heimisch werden wird. Diese Argumente müssen letztlich dazu führen, dass Aitrang im wahrsten Sinne des Wortes zum Zug kommt“, stellt Pohl fest.

Der Abgeordnete freut sich, dass Staatssekretär Klaus Holetschek die Bedeutung der kleinen Bahnhalte ebenso einschätzt. „Wir ziehen hier an einem Strang und werden alles dafür tun, den Bahnhalt zu ermöglichen. Der Staatssekretär hat mir auch zu verstehen gegeben, dass die Chancen deutlich besser sind als noch vor Jahren, ich bin daher vorsichtig optimistisch. Ich wünsche das nicht zuletzt auch als Belohnung für das herausragende Engagement des früheren Bürgermeisters Jürgen Schweikart, seines Gemeinderats und der vielen Bürger vor Ort, allen voran den Vorsitzenden der Initiative Karl Otto Hörning“, so Pohl abschließend.

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